Der Präsident des argentinischen Fußball-Verbandes (AFA), Julio Grondona, ist nach der demütigenden 1:4-Pleite der Albiceleste im Länderspiel in Nigeria am Mittwoch hart mit Nationaltrainer Sergio Batista ins Gericht gegangen.

"Diese Spiele, die auf Wunsch von Batista stattfinden, sind nicht zum Geldverdienen da. Wir verspielen auf diese Art unser Ansehen", sagte der FIFA-Vize-Präsident.

Das Team des zweimaligen Weltmeisters war im Rahmen der Vorbereitung zur Copa America (1. bis 24. Juli) nach Afrika gereist. Allerdings verzichtete Batista auf die Stars um Lionel Messi und trat nur mit einer B-Auswahl an. "Du kannst gegen Mannschaften wie Nigeria, die ihre besten Spieler auf den Rasen schicken, nicht mit einem Team auflaufen, das sich nicht auf Augenhöhe befindet. Das wird sich in Zukunft ändern", sagte Grondona.

Batista dagegen verteidigte seine Personal- und Terminentscheidungen. Diese Partien seien unabhängig vom Resultat wichtig, um junge Spieler für die Zukunft sichten zu können.

Für Unmut sorgte auch die Verletzung von Torhüter Oscar Ustari.

Der 24 Jahre alte Keeper vom spanischen Erstligisten FC Getafe erlitt im Abschlusstraining vor dem Spiel einen Kreuzbandriss im rechten Knie und muss rund sieben Monate pausieren. Der Klub hat sich bereits auf die Suche nach einem Ersatz gemacht. Im Gespräch ist offenbar der Pole Jerzy Dudek, dessen Vertrag bei Real Madrid nicht verlängert wurde.

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