FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hat sich wegen der anhaltenden Korruptionsvorwürfe von den Mitgliedern des Exekutivkomitees des Weltverbands distanziert.

"Mit meinen Vorschlägen, die ich dem Kongress gemacht habe, wäre ich im Exekutivkomitee nicht durchgekommen. Ich musste warten, bis ich die Plattform dafür habe - den Kongress. Meine Ansprechpartner in der FIFA sind die Nationalverbände, sie wählen mich. In der Exekutive sind die Leute, die von den Konföderationen bestimmt werden. Nachdem im November zwei Mitglieder suspendiert worden waren, war mir bewusst, dass wir etwas machen müssen", sagte Blatter dem "Tagesanzeiger" aus Zürich.

Blatter hatte am Mittwoch beim 61. FIFA-Kongress in Zürich durchgeboxt, dass künftig nicht mehr die 24 Mitglieder des Exekutivkomitees, sondern alle 208 Mitgliedsländer des Weltverbandes über die Vergabe der Weltmeisterschaften abstimmen.

Damit entmachtete er das FIFA-Exko und stärkte den Kongress.

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