Der Rat der Weisen des Weltverbandes FIFA wird offenbar eine illustre Runde: FIFA-Präsident Joseph S. Blatter kündigte an, dass neben dem 88 Jahre alten Henry Kissinger auch Star-Tenor Placido Domingo der neuen Kommission im Kampf gegen Korruption und Bestechung im Weltverband angehören wird.

"Placido Domingo ist sehr stolz und glücklich, dass er dabei ist. Genauso sieht es Henry Kissinger. Die Leute sagen zwar, Kissinger sei ein alter Mann, aber er ist ein weiser Mann", sagte Blatter dem TV-Sender "CNN".

Neben dem früheren US-Außenminister Kissinger und Opern-Star Domingo sollen auch der frühere FBI-Boss Louis Freeh sowie die Fußball-Ikonen Johan Cruyff (Niederlande) und Pele (Brasilien) Teil der von Blatter neu ins Leben gerufenen "Lösungskommission" sein.

"Diese Personen sind mehr oder weniger Ratgeber. Sie sind keine Experten, aber sie sind Ratgeber. Sie werden den Rat der Weisen bilden. Das wird meinem Exekutivkomitee wahrscheinlich nicht gefallen, weil sie der Überzeugung sind, dass sie der Rat der Weisen sind", sagte Blatter.

Damit ging der 75-Jährige am Dienstag einmal mehr auf Distanz zu dem 24-köpfigen FIFA-Exekutivkomitee, in dem seit vergangenen Mittwoch auch DFB-Boss Theo Zwanziger als europäischer Vertreter sitzt.

Der Schweizer Blatter hatte im Zuge seiner Wiederwahl auf dem 61. FIFA-Kongress in Zürich durchgeboxt, dass in Zukunft die 208 Delegierten, und nicht mehr das Exekutivkomitee über die Vergabe der Weltmeisterschaften entscheidet.

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