Der Fußball-Profi von Manchester City, Mario Balotelli, bedauert seinen Besuch im vergangenen Jahr in Neapels Drogenviertel Scampia mit zwei Bossen der Camorra, dem neapolitanischen Arm der Mafia.

"Ich war naiv, ich wollte lediglich ein schwieriges Viertel in Neapel sehen. Nach einem kurzen Rundgang, wollte ich selber Scampia wieder verlassen. Auch in Brasilien habe ich 2008 die ärmsten Vierteln Bahias besichtigt. Ich habe aber weder mit der organisierten Kriminalität, noch mit dem Wettskandal zu tun, der derzeit Italien erschüttert", sagte Balotelli der Sporttageszeitung "Gazzetta dello Sport".

Der Angreifer von ManCity soll einem Polizeibericht zufolge im vergangenen Jahr mit zwei Bossen der Camorra durch Scampia spaziert sein und sich anschließend zum Erinnerungsfoto mit den Paten Salvatore Silvestri und Biagio Esposito aufgestellt haben.

"Balotelli hielt sich in Neapel zu einer Preisverleihung auf und und bat darum, die berühmten Stellen kennenzulernen, wo in Scampia Drogen verkauft werden", heißt es in dem Polizeibericht.

Um den Wunsch des Nationalspielers zu erfüllen, "zeigten ihm die Dealer, wie der tägliche Drogenverkauf abläuft." Der Fall löste in Italien heftige Debatten aus.

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