Der Vorstandsvorsitzende des Sportartikelherstellers adidas verlangt vom Weltverband FIFA eine Aufklärung der jüngsten Korruptionsvorwürfe. "Die FIFA tut gut daran, das sauber aufzuklären. Aber ich bin überzeugt davon, dass sie das machen wird", sagte Herbert Hainer in einem Gespräch mit der Nürnberger Zeitung. Für den Fußball und die FIFA sei es wenig förderlich, "wenn permanent über Bestechlichkeit und Korruption gesprochen wird", sagte Hainer. Adidas ist einer der größten Sponsoren des Weltverbandes.

Hainer nahm auch die unter Beschuss geratene FIFA-Ethikkommission in Schutz. Das Gremium habe mit dem zeitweiligen Präsidentschaftskandidaten Mohamed Bin Hammam (Katar) und Jack Warner (Trinidad und Tobago), Chef des Verbandes für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik, immerhin zwei Mitglieder des Exekutivkomitees wegen Manipulationsvorwürfen suspendiert. Viele Ankündigungen und Drohungen seien dagegen bisher im Sand verlaufen, sagte Hainer.

Hainer ließ durchblicken, dass adidas ein Interesse an der Aufklärung der Vorwürfe habe. "Wir, aber auch die anderen Sponsoren wie Coca Cola, sind auf Grund der langjährigen Zusammenarbeit permanent mit der FIFA im Gespräch und sprechen natürlich mit den Verantwortlichen über alle relevanten Themen", sagte er.

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