Der ehemalige italienische Nationalspieler Giuseppe Signori hat am Montag seine Verwicklung in den neuen Wett- und Manipulationsskandal in Italien bestritten.

"Ich habe niemals illegal gewettet. Vielleicht habe ich den Ruf eines Zockers, aber ich wette nur legal", sagte der 43-Jährige auf einer Pressekonferenz in Bologna.

Der ehemalige Star von Lazio Rom hatte zwei Wochen lang unter Hausarrest gestanden.

"In 15 Tagen ist meine 30-jährige Karriere zerstört worden. Man hat mich verleumdet, ohne mir Verteidigungsmöglichkeiten zu geben", sagte Signori mit Tränen in den Augen.

Er wolle jetzt nichts mehr mit der Welt des Fußballs zu tu haben. Er habe daher auf einen Sponsoringvertrag und auf einen Kontrakt als TV-Kommentator verzichtet.

Signori und der Kapitän des Erstliga-Aufsteigers Atalanta Bergamo, Cristiano Doni, sind die prominentesten Verdächtigen im Wettskandal.

Auch Doni bestreitet alle Vorwürfe. Sein Anwalt kritisierte, dass der Spieler bisher keine Möglichkeit gehabt habe, die Anschuldigungen in einer Aussage bei der Staatsanwaltschaft zu entkräften. Donis Ruf werde so immer weiter beschädigt.

Derzeit stehen in Italien schon 60 Erst-, Zweit- und Drittligaspiele unter Manipulationsverdacht.

In einer landesweiten Razzia hatte die Staatsanwaltschaft Cremona vor drei Wochen 16 Personen festgenommen. Einige von ihnen sitzen immer noch in Untersuchungshaft, andere stehen unter Hausarrest oder wurden auf freien Fuß gesetzt.

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