Der ehemalige deutsche Nationalspieler Kevin Kuranyi hat sich mit Blick auf den Verlauf seiner bisherigen Karriere selbstkritisch geäußert.

"Ich habe Fehler gemacht und viel Spott eingesteckt. Ich bereue das und habe daraus gelernt", sagte der Stürmer vom russischen Erstligisten Dynamo Moskau im Interview mit dem Magazin "11Freunde".

"Außerdem ist es nicht meine Art, vor unangenehmen Dingen wegzulaufen. Das bin ich nur einmal, als ich im Oktober 2008 in Dortmund die Nationalmannschaft verlassen habe", sagte Kuranyi.

Nach seiner Flucht war der 29-Jährige nicht mehr für die DFB-Auswahl nominiert worden. "Für diesen Fehler bin ich mittlerweile wirklich hart genug bestraft worden", so Kuranyi.

In Moskau fühlt sich der ehemalige Angreifer von Schalke 04 pudelwohl, auch wenn er sich an einige ungewöhnliche Gepflogenheiten gewöhnen musste.

"Der Präsident von Dynamo kam vor dem ersten Training in die Kabine und kündigte Schusstraining an. Dann wurden wir mit dem Bus auf ein Militärgelände gefahren, dort drückte mir ein Soldat eine echte Kalaschnikow in die Hand, zeigte auf eine Zielscheibe und ich habe abgedrückt", berichtet Kuranyi.

Beunruhigt hat der Vorfall den 52-maligen Nationalspieler aber nicht: "Dieses Ritual ist Teil der Dynamo-Tradition, dem hätte ich mich nicht entziehen können. Wir waren ja auf einem Militärgelände, im Alltag sieht man hier niemanden mit einer Pistole herumlaufen."

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