Der Fußball in Griechenland wird von einem Wettskandal ungeahnten Ausmaßes erschüttert.

Die Staatsanwaltschaft in der Hauptstadt Athen ordnete im Zuge der Ermittlungen die Verhaftung von insgesamt 15 Funktionären an, darunter Achilleas Beos, Besitzer des Erstligisten Olympiakos Volos, sowie Besitzer Stavros Psomiadis und Trainer Giannis Papakostas von AO Kavala.

Auch zwei Besitzer von Zweitligavereinen sowie zwei Angestellte des nationalen Fußballverbandes wurden belastet.

Am Mittwoch waren bereits zehn Beschuldigte festgenommen worden. Vorgeworfen wird ihnen neben Betrug, Erpressung, Geldwäsche und illegalem Glücksspiel auch illegaler Waffenbesitz.

Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft wegen Unregelmäßigkeiten im Wettverhalten bei griechischen Spielen begannen im Oktober 2010 und dauerten bis Januar an.

Die Untersuchungen waren aufgenommen worden, nachdem die griechischen Justizbehörden und der nationale Verband von der UEFA eine Liste mit insgesamt 41 verdächtigen Spielen ausgehändigt bekommen hatten.

Zu den angeblich verschobenen Matches sollen zwei Erstliga- und mehrere Zweitligabegegnungen in Griechenland gehören.

Die genauen Paarungen sind nicht bekannt. Insgesamt wurden 93.000 Seiten Akten zu den Vorfällen gefüllt.

"Wir möchten, dass die Leute zurück ins Stadion kommen. Wir wollen Stadien ohne Gewalt, Angst und Manipulation", sagte Kulturminister Pavlos Geroulanos:

"Wir haben den Verband gewarnt, dass ohne Aufräumarbeiten im griechischen Fußball die Saison ohne staatliche Förderung durchgeführt werden müsste."

Die griechischen Behörden kündigten an, hart durchzugreifen und alle Schuldigen zu bestrafen, unabhängig von deren Funktionen in Verband oder Verein.

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