Lybische Spitzenfußballer und -Trainer haben Diktator Muammar Gaddafi die Gefolgschaft gekündigt und sich den Rebellen im afrikanischen Wüstenstaat angeschlossen.

Die Gruppe von 17 bekannten Spielern und Trainer wird angeführt von Nationaltorwart Juma Gtat und Coach Abdel Ben Issa von Al-Ahly Tripolis.

Aufgrund ihrer Popularität haben sich die Sportler nach Angaben des Übergangsrates, der Neben-Regierung der Aufständischen in Benghasi, im Anschluss an die Bekanntgabe ihrer Loslösung vom Gaddafi-Regime und ihrer Gründe für die Fahnenflucht nach Mali abgesetzt.

"Gaddafi hat nichts für Libyen getan. Es gibt kein Gesundheitssystem, keine funktionierende Infrastruktur - und das alles wegen der schlechten Führung, die wir in den vergangenen 42 Jahren hatten. Ich selbst habe Gaddafi gesagt, dass er die Menschen in unserem Land von einem neuen und freien Libyen profitieren lassen solle, aber nichts hat sich geändert", erklärte Gtat.

Ben Issa unterstrich, dass die Gruppe ihre Absetzung ins Ausland als Symbol verstanden sehen will, dass "Libyen einig und frei sein wird". Der Coach fuhr fort: "Ich hoffe, dass ich eines Morgens aufwache und Gaddafi verschwunden ist."

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