Der ehemalige WM-Referee und "ZDF"-Experte Urs Meier ist überraschend als Chef der Schweizer Fußball-Schiedsrichter zurückgetreten.

Der 52-Jährige begründete seine Demission mit Widerständen bei der Professionalisierung des Schiedsrichter-Wesens.

"Ende 2007 übernahm ich den Posten im Glauben, die Professionalisierung endlich entscheidend vorantreiben zu können. Leider stellte sich das Unterfangen als unheimlich schwierig dar, ich spürte die breite Unterstützung nicht und musste unter diesem Aspekt eingestehen, dass es keinen Sinn hat, meine Arbeit fortzuführen", sagte Meier in einer Pressemitteilung des nationalen Fußball-Verbandes SFV.

Zugleich wünschte Meier seinem noch nicht feststehenden Nachfolger "gebührenden Respekt" und dass ihm "ein professionelleres Umfeld zur Verfügung gestellt wird".

Meier stand von 1994 bis 2004 auf der internationalen Schiedsrichter-Liste. 1998 in Frankreich sowie 2002 in Südkorea und Japan kam der Aargauer bei WM-Endrunden zum Einsatz. 2002 pfiff Meier auch das Champions-League-Finale zwischen Real Madrid und Bayer Leverkusen (2:1).

Meier beendet seine Karriere 2004 nach einem Angriff während eines Europapokal-Spiels. Für das "ZDF" war der Unparteiische zwischen 2005 und 2010 als Regelexperte aktiv.

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