Der Wettskandal im griechischen Fußball hat nun offenbar auch die Nationalmannschaft erreicht.

Die Zeitung "Ta Nea" berichtet in ihrer Montag-Ausgabe unter der Schlagzeile "Sie manipulierten sogar Spiele der Nationalelf" über einen neuen Fall in Saloniki, in dem Telefonmitschnitte von Gesprächen mit Funktionären, Vereinsbesitzern aus der Super League und Schiedsrichtern auf die Manipulation auch von Länderspielen der Hellenen hindeuten.

Laut "Ta Nea" überprüft die Staatsanwaltschaft die Informationen, die den Verdacht gegen bereits beschuldigte Personen erhärtet und den Kreis der Verdächtigen erweitert.

Sophocles Pilavios, Präsident des griechischen Fußball-Verbandes, wies den Bericht zurück.

"Die angebliche Verwicklung der Nationalmannschaft in diesen Fall stützt sich auf falsche Informationen. Ich habe keinerlei Fehlverhalten wahrgenommen", hieß es in einer Stellungnahme.

Erst in der vergangenen Woche hatte die Affäre neue Dimensionen erreicht. Die Ermittlungsbehörden bestätigten Untersuchungen gegen 83 Personen wegen angeblicher Beteiligung an Spielmanipulationen.

Zu diesem Kreis gehören auch Super-League-Präsident Vangelis Marinakis, der in Personalunion auch Chef des Spitzenklubs Olympiakos Piräus ist, sowie U21-Nationaltrainer Giorgos Georgiadis und Olympiakos-Nationalspieler Avraam Papadopoulos.

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