Der türkische Nationalspieler Serkan Calik hat mit Entsetzen auf internationale Medienberichte reagiert, die besagten, er sei im Zuge des Manipulationsskandals in der Türkei verhaftet worden.

"Ich saß bei meinen Eltern in Dinslaken auf der Couch und wurde dann angerufen, dass ich angeblich im Gefängnis sitze", sagte Calik, der in Deutschland geboren wurde und 2007 in Testspielen auch für die deutsche U-21-Nationalmannschaft auflief. "Das stimmt natürlich nicht."

Er sei "zugleich schockiert und belustigt" gewesen, sagte der 25-Jährige. "Ich bin seit Wochen in Deutschland, verbringe hier meinen kompletten Urlaub und mache nach einer kleinen Operation am Fußgelenk in Duisburg in einem Rehazentrum meine Übungen."

Er habe "keinerlei Anrufe oder Schreiben" erhalten, die besagen, dass er sich wegen Manipulationsvorwürfen rechtfertigen müsse. `Da war gar nichts, nichts! Ich schwöre, dass ich damit nichts zu tun habe", sagte Calik.

Sein Berater Konstantin Liolios versicherte, der Reha-Aufenthalt in der Sportklinik Duisburg sei in Absprache mit Caliks Klub Genclerbirligi erfolgt. "Er fragt sich: Wie ist das alles möglich?", sagte Liolios.

Calik erklärte, er habe nach Kenntnisnahme der Medienberichte "sofort unseren Sportdirektor angerufen. Auch der sagte: Wir wissen von nichts."

Calik will nun einige Tage abwarten, dann "in die Türkei zurückkehren und Schritt für Schritt Maßnahmen ergreifen und für Aufklärung sorgen".

Spieler und Berater erwägen laut Auskunft von Liolios rechtliche Schritte gegen türkische Medien. 2Da wurden Lügen verbreitet, man darf das nicht glauben", sagte Liolios.

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