Ein türkisches Gericht hat im Zusammenhang mit dem Manipulationsskandal im Fußball sieben weitere Personen in Haft gesetzt. Die Verdächtigen verbrachten die Nacht in einem Istanbuler Gefängnis und werden wegen ihrer Verstrickung in die Affäre angeklagt.

Seit Sonntag sind im Zuge der Ermitllungen zu mutmaßlichen Ergebnisabsprachen in der zurückliegenden Saison der türkischen Topliga insgesamt 61 Personen verhaftet worden, darunter auch Präsident Aziz Yildirim vom Meister Fenerbahce Istanbul. 15 Inhaftierte wurden inzwischen wieder auf freien Fuß gesetzt.

Yildirim, dessen Verein vermutlich auch aufgrund des knappen Sieges im Titelrennen mit Trabzonspor eine Schlüsselrolle in der Affäre zu spielen scheint, wurde wegen Unwohlseins aus seiner Zelle in ein Krankenhaus gebracht.

Neben Fenerbahce, das im Falle von Beweisen für Manipulationen die Aberkennung des Titels und den Zwangsabstieg in die 2. Liga fürchten muss, befinden sich auch Vizemeister Trabzonspor sowie die Erstligisten Sivasspor, Eskisehirspor, Genclerbirligi und Ankaragücü im Visier der Fahnder. Den verdächtigen Personen drohen im Falle einer Anklage außerdem Gefängnisstrafen.

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