Der Manipulationsskandal im türkischen Fußball schlägt immer größere Wellen. In der trükischen Hauptstadt Istanbul ist es am Sonntagabend zu schweren Fan-Krawallen gekommen.

Die Polizei verhaftete am Montag weitere 26 Personen, darunter eine Person aus der Chefetage des Vizemeisters Trabzonspor, sowie einen früheren Präsidenten des türkischen Verbandes.

Mehrere hundert Fans des türkischen Meisters Fenerbahce protestierten auf einer Brücke über dem Bosporus. Die Polizei musste sogar Tränengas einsetzen, um den Mob auseinander zu treiben.

Trotz des Skandals soll der Auftakt zur neuen Saison wie geplant am 5. August über die Bühne gehen. Das teilte der türkische Verbandspräsident Mehmet Ali Aydinlar am Montag mit.

Disziplinarische Maßnahmen gegen die Klubs werde es vom Verband zunächst nicht geben. "Wir haben nicht das Recht, Entscheidungen zu treffen, ohne Beweise und Dokumente in unseren Händen zu haben. Wir warten auf die Anklageschrift", so Aydinlar.

Seit dem 3. Juli wurden rund 60 Personen festgenommen, darunter auch zwei Spieler des türkischen Meisters Fenerbahce, eine Person aus dem Präsidium und aus der Finanzabteilung des Klubs. In der vergangenen Saison sollen 19 Partien der Ersten und Zweiten Liga manipuliert worden sein.

Am Ende sicherte sich Fenerbahce dank der besseren Tordifferenz gegenüber Trabzonspor den Meistertitel. Fenerbahce drohen die Aberkennung des Titels und der Zwangsabstieg in die Zweite Liga.

Eine Entscheidung darüber wird bis Freitag erwartet. Dann endet die Nominierungsfrist der UEFA für die Klubs, die in der kommenden Spielzeit an den internationalen Wettbewerben teilnehmen werden.

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