Der langjährige Schweizer Referee Massimo Busacca wird neuer Chef der Schiedsrichter-Abteilung des Fußball-Weltverbandes FIFA.

Der 42-jährige Tessiner tritt den Posten am 1. August an.

"Wie ich schon mehrfach betont habe, ist das Schiedsrichterwesen eines meiner Hauptanliegen. Mit seiner großen Erfahrung ist Massimo Busacca genau der richtige Mann, um die gemeinsam mit den Konföderationen und den Mitgliedsverbänden aufgenommene Arbeit in diesem so wichtigen Bereich erfolgreich fortzusetzen. Ich bin sehr glücklich, ihn in unserem Team zu begrüßen", sagte FIFA-Präsident Joseph S. Blatter.

Busacca hatte gerade erst seine Schiedsrichter-Karriere beendet.

Busacca war zwölf Jahre auf internationaler Ebene tätig, und war bei zwei Weltmeisterschaften (2006 und 2010) sowie bei der Europameisterschaft 2008 im Einsatz.

Des Weiteren leitete er die Endspiele der Champions League 2009, des UEFA-Pokals 2007 und des UEFA-Supercups 2010.

Busacca, der fünf Sprachen fließend spricht, stand allerdings als Unparteiischer im zweifelhaften Ruf, ein Skandal-Schiedsrichter zu sein.

Er hatte im September 2009 für einen Eklat gesorgt, als er Fans während eines Pokalspiels zwischen dem Schweizer Zweitligisten FC Baden und den Young Boys Bern (1:3) den "Stinkefinger" gezeigt hatte. Er wurde für drei Spiele gesperrt.

Bei der WM 2010 in Südafrika hatte der Nationaltrainer Südafrikas, der Brasilianer Carlos Alberto Parreira, heftige Kritik am Eidgenossen nach dem 0:3 von Bafana-Bafana gegen Uruguay geübt.

"Massimo Busacca ist der schlechteste Schiedsrichter in diesem Turnier bisher. Er entscheidet falsch, gibt falsche Karten, einen lächerlichen Elfmeter - und dann lacht er auch noch", schimpfte Parreira.

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