Der türkische Pokalsieger Besiktas Istanbul, Klub der deutschen Nationalspieler Fabian Ernst und Roberto Hilbert, wird den errungenen Cup an den Verband zurückgeben, solange die Anschuldigungen gegen Vorstandsmitglied Serdar Adali und Trainer Tayfur Havutcu im Zusammenhang mit dem Manipulationsskandal nicht ausgeräumt sind.

Angeblich soll das Pokalfinale gegen Istanbul BB zu den 19 Spielen gehören, die in der vergangenen Saison manipuliert worden sein sollen. Besiktas siegte im Elfmeterschießen.

"Wir haben dem Verband mitgeteilt, dass wir den Pokal zurückgeben werden. Wir nehmen ihn erst wieder an uns, wenn die

Anschuldigungen gegen uns aus der Welt sind", sagte Besiktas-Präsident Yildirim Demirören nach Angaben der Nachrichtenagentur "Anatolia".

Festgenommen wurden zwischenzeitlich auch der Präsident von Trabzonspor, Sadri Sener, sowie der ehemalige Chef des türkischen Verbandes TFF, Mahmut Özgener. Sie wurden allerdings mittlerweile wieder auf freien Fuß gesetzt.

Insgesamt waren 26 Personen verhaftet worden. Im Mittelpunkt der Ermittlungen steht Fenerbahce Istanbul mit Präsident Aziz Yildirim.

Am vergangenen Sonntag war es in Istanbul zu schweren Ausschreitungen von Fenerbahce-Fans gekommen. Mehrere hundert Anhänger des Meisters protestierten auf einer Brücke über dem Bosporus gegen die Inhaftierung des Klub-Präsidenten.

Die Polizei musste sogar Tränengas einsetzen, um den Mob auseinanderzutreiben.

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