UEFA-Präsident Michel Platini hat das Korruptions- und Gewaltproblem im griechischen Fußball zur Chefsache erklärt.

Am Dienstag traf sich der UEFA-Chef mit dem griechischen Ministerpräsident George Papandreou und sprach mit ihm über mögliche Lösungsansätze. Nach Angaben der Nachrichtenagentur "Athens News Agency" habe der Franzose jedoch keine konkreten Maßnahmen von der griechischen Regierung gefordert.

"Es war ein sehr konstruktives Treffen. Beide Seiten haben ihren Willen bezeugt, das Phänomen Gewalt und Korruption zu stoppen", sagte der für Sport zuständige Kultur- und Tourismusminister Pavlos Geroulanos. Geroulanos hatte ebenso wie der griechische Verbandspräsident Sophocles Pilavios an dem Treffen teilgenommen.

Zuletzt hatten Wettskandale und Ausschreitungen von Fans immer wieder für Unruhe im griechischen Fußball gesorgt. Im Juni hatte der nationale Verband EPO angekündigt, seine Arbeit aus Protest zwei Wochen einzustellen. Hauptgrund sei die wachsende Gewalt gegen einige Funktionäre gewesen.

Im April hatten nach dem verlorenen Pokalhalbfinale Fans von PAOK Saloniki den Platz gestürmt und sich Auseinandersetzungen mit der Polizei geliefert. Ein Torhüter wurde zudem mit einer Fackel am Kopf verletzt. Bereits zuvor hatte es mehrere ähnliche Ausschreitungen gegeben.

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