Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender von Bayern München, geht gegen den Weltverband FIFA auf die Barrikaden.

"Ich werde es nicht länger akzeptieren, dass uns Menschen führen, die nicht ernsthaft und sauber arbeiten", sagte Rummenigge der englischen Tageszeitung "The Guardian" und ergänzte: "Ich bin bereit für eine Revolution, wenn das der einzige Weg ist, eine Lösung zu finden."

Nach den zahlreichen Korruptionsskandalen in der FIFA sieht der Boss des deutschen Rekordmeisters den Moment gekommen einzuschreiten: "Wenn du weißt, dass etwas falsch läuft, ist es deine Pflicht, es zu ändern."

Konkret griff Rummenigge sogar den FIFA-Präsidenten Joseph S. Blatter an: "Blatter sagt, dass er aufräumen will, aber alleine der Fakt, dass ihm niemand glaubt, sagt dir alles, was du wissen musst."

Blatter reagierte auf die Rummenigge-Aussagen am Mittwoch in Rio de Janeiro bei einer Pressekonferenz im Vorfeld der Qualifikationsruppe-Auslosung für die WM 2014 in Brasilien (12. Juni bis 13. Juli).

"Sie müssen ihn fragen, was er damit meint. Sie müssen ihn fragen, was er über die Haltung der 186 Mitglieder denkt, die für mich gestimmt haben", sagte Blatter in Rio.

Rummenigge kritisierte die "Geld-Maschine" der FIFA. "Eine Weltmeisterschaft kommt nach der anderen. Das scheint wichtiger als eine ernsthafte und saubere Führung."

Der Vorsitzende der Vereinigung der europäischen Spitzenklubs ECA wiederholte seinen Vorwurf, dass die Vereine zu wenig Mitspracherecht haben: "Die Klubs bezahlen die Spieler, sind aber nicht Teil des Entscheidungsprozesses. Es fehlt der Respekt uns gegenüber."

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