FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hat sich gegen Vorwürfe des Machtmissbrauchs zu Wehr gesetzt. "Ich bin kein Diktator", entgegnete der Schweizer den neuen Anschuldigen des früheren FIFA-Vizepräsidenten Mohammed bin Hammam, der nach Bestechungsversuchen im Vorfeld der letzten Präsidentenwahl lebenslang gesperrt worden war.

Der 75 Jahre alte Präsident des Fußball-Weltvanbandes FIFA zeigte sich bei einer Pressekonferenz in Rio de Janeiro, wo am Samstag die Auslosung der Qualifikationsgruppen zur WM 2014 stattfindet, vom Thema genervt.

Blatter wollte die Entscheidung der Ethik-Kommission dann auch nicht weiter kommentieren und stellte stattdessen Punkte seiner neuen Null-Toleranz-Politik gegen die Korruption in der FIFA vor.

Die 2004 in Kraft getretenen Statuten sollen überarbeitet werden, wobei vor allem die Machtbefugnisse des Generalsekretärs einer Neubewertung unterworfen würden.

Amtsinhaber Jerome Valcke hatte bei der Aufbearbeitung der jüngsten Korruptionsfälle keine glückliche Figur abgegeben.

Zudem ließe sich der Fußball-Weltverband von großen internationalen Organisationen wie die UNO beraten, die bereits über Anti-Korruptions-System verfügen, sagte Blatter.

"In der FIFA sind 300 Millionen Personen direkt oder indirekt mit dem Fußball verbunden, und nicht alle sind unfehlbar", führte der mächtige Verbandsboss weiter aus, der zudem Doping, Rassismus und Wettmanipulationen als dringende Problemfelder nannte.

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