Mehrere Protestbewegungen haben am Samstag die Auslosung der Qualifikationsgruppen für die Fußball-WM 2014 als Plattform für ihre Belange genutzt.

Während im Veranstaltungszelt am Jachthafen Marina da Gloria in Rio de Janeiro die Lose gezogen wurden, demonstrierten rund 200 Personen draußen lautstark gegen Verschwendung von öffentlichen Geldern für das Turnier sowie für die Machtenthebung von Ricardo Teixeira.

Die nationale Fanfront (FNT), Mitorganisator des Protestmarsches, forderte auf Spruchbändern "Raus mit Ricardo Teixeira".

Sie sieht den Präsidenten des lokalen Organisationskomitees aufgrund immer wiederkehrender Korruptionsvorwürfe nicht als idealen Mann für diesen Posten. "Die WM wird nicht für das Volk, sondern für die Elite sein", sagte zudem FNT-Präsident Joao Herminio Marques.

Auch die Finanzierung des umgerechnet 13,5 Millionen Euro teuren Auftaktevents der WM traf auf großen Widerstand.

"Wir sind seit dem 7. Juni im Streik, und der Gouverneur verhandelt nicht mit uns, weil er angeblich kein Geld hat. Aber für solche Megaevents ist welches da", kritisierte Raquel Simas, die mit ihren Lehrerkollegen um Gehaltserhöhungen kämpft.

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