FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hält ungeachtet der Korruptionsvorwürfe an der WM 2022 in Katar fest und hat DFB-Boss Theo Zwanziger vorerst ausgebremst.

"Im Moment werden wir die WM in Katar nicht anfassen. Nachdem ich zuletzt mit Zwanziger gesprochen habe, hat er realisiert, dass es zu einfach ist zu sagen, man müsse die WM neu vergeben. Er weiß, dass er zunächst Beweise liefern muss", sagte Blatter.

Zunächst wird die beim FIFA-Kongress Anfang Juni von Blatter eingesetzte Lösungskommission versuchen, die Korruptionsvorwürfe aufzuklären.

Anschließend soll sich eine Arbeitsgruppe mit den FIFA-Statuten befassen. Voraussichtlich wird Zwanziger, der bereits 1998 für die Ausarbeitung der noch heute geltenden DFB-Statuten verantwortlich zeichnete, diesem Gremium vorstehen.

Zwanziger selbst will sich weiter unbedingt an der Klärung der Vorwürfe beteiligen. Noch immer hält der DFB-Boss die WM-Vergabe an Katar für äußerst fragwürdig.

"Es ist wichtig, dass die WM in Katar ohne Makel ist. Denn es stehen ja noch einige Fragen im Raum. Wo kam denn der Gegenkandidat Bin Hammam her? Es muss geklärt werden, in welchem Zusammenhang seine Kandidatur zu der Vergabe der WM steht", hatte Zwanziger zuletzt erklärt.

Da Mohamed Bin Hammam von der FIFA-Ethikkommission zuletzt lebenslang suspendiert wurde, kann seitens des Weltverbandes aber nicht länger gegen ihn ermittelt werden.

Und dass Bin Hammam aus freien Stücken eine Klärung der Korruptionsvorwürfe gegen Katar unterstützt, scheint eher unwahrscheinlich.

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