Paris St. Germain hat sich zum Auftakt der französischen Liga blamiert. Der für Neuzugänge im Wert von 84 Millionen Euro aufgerüstete Ex-Meister und Top-Favorit enttäuschte seine neuen Geldgeber aus Katar und musste sich anschließend sogar vom gegnerischen Trainer verspotten lassen.

"Du kannst dir natürlich große Namen kaufen und dich selbst zum Favoriten ausrufen, aber im Fußball zählen andere Werte wie Teamgeist", sagte Christian Gourcuff nach dem 1:0 seines FC Lorient im Prinzenpark:

"Wir haben mit Demut und als Mannschaft gespielt." Der mediale Hype um das neue Team habe zu viel Druck auf die Pariser Spieler gemacht, meinte Gourcuff und feixte abschließend: "Das ist das klassische Szenario, das bei PSG immer wieder abläuft."

Seit Ende Mai hält die Gruppe Qatar Sports Investment 70 Prozent am französischen Hauptstadtklub.

Für die französische Rekordsumme von 42 Millionen Euro wechselte der argentinischen Spielmacher Javier Pastore von US Palermo nach Paris.

Damit elimierte PSG seinen eigenen Ablöserekord, den sie 2000 in finanziell ebenfalls noch guten Zeiten durch die 33,5 Millionen für Nicolas Anelka aufgestellt hatten.

Das Gegentor von Julien Quercia in der 28. Minute war ein großer Schock für die Fans, die wie selbstverständlich nun den Titel erwarteten. Lorient hatte als Elfter der vergangenen Saison nur fünf Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz.

"Es dauert eben, bis man eine Mannschaft aufgebaut hat", sagte Trainer Antoine Kombouare: "Das ist eine Herausforderung, aber es gibt keinen Grund zur Panik."

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