Im Kampf gegen Spielmanipulationen haben die FIFA und der griechische Verband eindeutige Zeichen gesetzt.

Die FIFA sperrte zwei komplette Schiedsrichter-Gespanne lebenslänglich für jegliche Aktivitäten im Fußball, während die Hellenen den Erstligisten Olympiakos Volos aus der Europa League zurückzogen.

Die FIFA-Disziplinarkommission sah bei den Unparteiischen im Zusammenhang mit den Länderspielen Estland gegen Bulgarien und Bolivien gegen Lettland im türkischen Antalya den Tatbestand der Annahme von Bestechungsangeboten für die Beeinflussung der Ergebnisse als erwiesen an.

Bei den gesperrten Referees handelt es sich um das Trio Sinisa Zrnic, Kenan Bajramovic und Rizah Ridalovic aus Bosnien-Herzegowina sowie Kolos Lengyel, Janos Csak und Krisztian Selmeczi aus Ungarn.

Volos ist in den griechischen Manipulationsskandal verwickelt. Für den Verein bedeutete der letztinstanzliche Abzug von zehn Punkten für die bevorstehende Saison durch das Berufungsgericht des Verbandes den Statuten der nationalen Superliga zufolge den automatischen Verlust des Startrechtes im Europacup.

Ursprünglich war Volos von der Liga-Disziplinarkommission wegen seiner Rolle in die weit um sich greifende Bestechungsaffäre ebenso wie der Ligarivale Kavala FC (zu acht Punkten Abzug begnadigt) zum Zwangsabstieg in die zweite Liga verurteilt worden.

Die UEFA muss nun über den Umgang mit dem Ausfall von Volos für die Playoff-Spiele des französischen Erstligisten Paris St. Germain entscheiden.

Denkbar erscheint ein kampfloser Einzug der Franzosen in die Gruppenphase oder die nachträgliche Setzung des luxemburgischen Erstligisten FC Differdingen 03, der in der dritten Qualifikationsrunde an Volos gescheitert war.

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