Der ehemalige englische Nationalspieler Gary Neville hat kein Vertrauen in die aktuelle Spielergeneration auf der Insel.

"Ich denke nicht, dass wir in den nächsten zehn Jahren bei einem größeren Turnier ernsthaft um den Titel mitspielen können", schreibt der 85-malige Nationalspieler der "Three Lions" in seiner Autobiographie "Red".

Als Grund nennt Neville, der im Sommer seine Karriere in der Premier League beim Rekordmeister Manchester United nach mehr als 600 Spielen beendet hatte, die britische Fußball-Philosophie:

"Unsere Kultur basiert auf dem traditionell kraftvollen Spieler. Ich fürchte, wir haben noch eine Menge aufzuholen."

Neville, der als rechter Verteidiger an drei Europameisterschaften und zwei Weltmeisterschaften teilgenommen hatte, sieht seine Zeit im englischen Nationaltrikot kritisch.

"Es gab Momente, da habe ich auf meine internationale Karriere zurückgeblickt und gedacht: Was für eine Zeitverschwendung."

Die Spiele im United-Trikot hätten für ihn stets mehr Bedeutung gehabt. "Für meinen Klub zu gewinnen war mir immer wichtiger. Wenn ich die Wahl habe zwischen einem europäischen Titel mit United und einem EM-Titel mit England, wird sie immer auf United fallen."

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel