Der achtmalige deutsche Nationalspieler Roberto Hilbert vom türkischen Pokalsieger Besiktas Istanbul glaubt mit Blick auf das zurückliegende Pokalfinale nicht an eine Verstrickung seines Klubs in den aktuellen Manipulationsskandal im türkischen Fußball.

"Ich kann mir im Leben nicht vorstellen, dass dieses Spiel manipuliert wurde. Das war ein großartiges Spiel mit zwei starken Mannschaften", sagte Hilbert dem Magazin "11Freunde" und weiter:

"Ich habe mir das Spiel sogar vor einigen Tagen nochmals in Ruhe angeschaut, konnte aber beim besten Willen keine Szene erkennen, in der jemand absichtlich neben das Tor schoss oder etwas in der Art. Da war alles sauber."

Besiktas hatte das Endspiel gegen Istanbul Büyüksehir Belediye Spor im Elfmeterschießen gewonnen. Zwei Büyüksehir-Spieler haben danach behauptet, sie hätten vor dem Spiel 100.000 US-Dollar angeboten bekommen. Besiktas-Trainer Tayfun Havutcu wurde im Zuge des Skandals festgenommen.

Insgesamt wurde gegen über 30 Spieler und Offizielle Untersuchungshaft angeordnet. 19 Partien der ersten und zweiten Liga sollen in der vergangenen Spielzeit manipuliert worden sein.

Wegen der andauernden Ermittlungen im Betrugsskandal hat der türkische Verband TFF den Saisonstart der neuen Spielzeit um einen Monat auf den 9. September verschoben. Zudem wird die kommende Saison im Play-off-Modus entschieden.

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