FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hat Bayern Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge einen Brief geschrieben und darin den Vergleich mit dem ehemaligen ägyptischen Staatschef Husni Mubarak kritisiert.

"Diverse Medien haben in den letzten Tagen sowohl über Ihren angeblichen Unmut über mich als FIFA-Präsident als auch über die FIFA als Institution berichtet. Dabei wurden Sie in einem für mich nicht akzeptablen Ton zitiert. Auch wenn Meinungsverschiedenheiten bestehen, ist meines Erachtens stets ein gewisser Respekt zu wahren", hieß es in dem Schriftstück.

Rummenigge war offenbar bereits am vergangenen Dienstag bei Blatter in Zürich, um Missverständnisse auszuräumen. Der Bayern-Boss hatte die FIFA unter anderem als Korruptionsstadl bezeichnet.

Erst nach dem Treffen mit Blatter erschien allerdings Rummenigges Interview in dem Schweizer Magazin "Bilanz", in dem er Blatter aufforderte, endlich Reformen einzuleiten. Ansonsten drohe ihm das gleiche Schicksal wie Mubarak in Ägypten. "Hosni Mubarak hätte sich vor einem Jahr auch nicht vorstellen können, dass er aus dem Amt gejagt wird", sagte Rummenigge.

Die Schweizer Zeitung "SonntagsBlick" fragte Blatter, ob er Mubarak denn persönlich kenne. "Ich habe ihn mindestens drei Mal an einem offiziellen Empfang gesehen", sagte Blatter, der auf die neuerliche Kritik von Rummenigge ganz gelassen reagierte:

"Solche Sachen irritieren mich nicht mehr. Und inzwischen haben wir darüber geredet. Die Generalsekretäre von UEFA und FIFA arbeiten ein Papier aus, wie man die Zusammenarbeit mit den Klubs verbessern kann."

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel