Die FIFA hat im Rechtsstreit um die Spielberechtigung von sechs Akteuren des Schweizer Erstligisten FC Sion einen Erfolg vor Gericht gelandet.

Das Kantonsgericht Wallis in Sion habe - nach FIFA-Angaben - mit Urteil vom 16. November 2011 das Urteil des Bezirksgerichts Martigny und St. Maurice vom 3. August 2011 vollumfänglich aufgehoben und die von der FIFA und der Schweizer Fußball-Liga SFL eingelegte Berufung vollumfänglich bestätigt.

Die FIFA glaubt, dass damit auch die verhängten Transfersperren gegen die sechs Spieler des FC Sion bestätigt worden seien.

Der eidgenössische Klub war von der UEFA aufgrund des Einsatzes nichtspielberechtigter Kicker in den Playoffs gegen Celtic Glasgow aus der laufenden Europa League ausgeschlossen worden. Sion hatte unlängst bei der EU-Kommission Klage gegen die UEFA eingereicht.

Der Internationale Sportgerichtshof CAS wird am 24. November eine Anhörung für die UEFA und den FC Sion abhalten, nachdem zunächst vor Regionalgerichten in der Schweiz der Ausschluss für unrechtmäßig erklärt worden war. Nun hob das Kantonsgericht Wallis diese Urteile auf.

Am 3. August 2011 hatte das Bezirksgericht Martigny und St. Maurice die FIFA, die FIFA-Tochtergesellschaft FIFA Transfer Matching System GmbH sowie die Swiss Football League (SFL) angewiesen, sechs Spieler des FC Sion umgehend spielen zu lassen. Das Urteil war vom selben Richter am 27. September 2011 bestätigt worden.

"Die Entscheide des Bezirksgerichts hatten zu zahlreichen weiteren Verfahren sowie zu Unklarheiten um den Einsatz der Spieler im Rahmen des nationalen und internationalen Fußballs geführt", teilte die FIFA in einer Pressemitteilung mit.

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