FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hat mit Blick auf den Korruptionsskandal beim Weltverband eigene Fehler eingeräumt.

"Eines aber würde ich nie wieder machen: dass die Exekutive zwei Weltmeisterschaften auf einmal vergibt", sagte der 75-Jährige der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. "Das war ein Fehler", äußerte Blatter, der zugab, persönliche Fehler gemacht zu haben: "Ja, auch."

Im Korruptionsskandal steht die Vergabe der WM-Endrunden 2018 an Russland und 2022 an Katar im Fokus der Kritiker. Ganz offensichtlich ging es bei der Vergabe im vergangenen Dezember im Exekutivkomitee nicht mit rechten Dingen zu.

Im Kampf gegen die Korruption betonte Blatter noch einmal, dass die Umsetzung der von ihm auf den Weg gebrachten Reformen bereits im Gange sei.

Dabei geht es vor allem um mehr Transparenz, die Aufarbeitung der ISL-Bestechungsaffäre, die Einsetzung von Kommissionen und die Vergabe von Endrunden durch die 208 Mitgliedsländer anstatt durch das Exekutivkomitee.

Dies alles hatte Blatter schon vor einem Monat angekündigt. Neu ist der Vorschlag Blatters, die Exekutive von den Mitgliedsländern wählen zu lassen. Derzeit werden die Mitglieder der Exekutive von den Konföderationen gewählt.

"Sie sollten aber von den Konföderationen nur vorgeschlagen und vom Kongress gewählt werden", sagte Blatter, der sich nicht zu dem jüngsten Rassismus-Skandal äußerte.

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