Der Chef der italienischen Fußballer-Gewerkschaft Damiano Tommasi hat homosexuellen Spielern davon abgeraten, sich zu outen.

Dies könne zu Verlegenheit und Peinlichkeit führen, sagte der ehemalige Fußballprofi in einer italienischen Fernsehsendung.

"Der Punkt, dass du bekannt bist, als 'derjenige, der so ist', unabhängig vom Beruf, halte ich für keinen ratsamen Weg", sagte Tommasi. "Homosexualität ist immer noch ein Tabu im Fußball."

Sich über seine Homosexualität zu äußern, sei in jedem beruflichen Umfeld schwierig, aber bei Fußballern eben noch schwieriger, da man sich in der Umkleide gemeinsam umziehe und damit seine Intimität mit den Mitspielern teile.

"In unserer Gesellschaft kommt alles, was nicht normal ist, wie ein Bumerang zurück", so Tommasi, der nach eingenem Bekunden selber "nie einen schwulen Fußballer getroffen" hat, "vielleicht aber doch, ohne von ihrer Homosexualität zu wissen."

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