Wegen Verdachts auf Unterschlagung sind die Sportdirektoren Inge Andre Olsen und Truls Haakonsen der norwegischen Fußball-Erstligisten Valerenga Oslo und Stabaek IF festgenommen worden.

Das teilte die Polizei am Mittwoch mit. Grund sind Ungereimtheiten beim Wechsel von Veigar Pall Gunnarsson von Stabaek zu Valerenga im Juli dieses Jahres.

Das Team aus Oslo zahlte offiziell eine Ablösesumme von einer Million norwegischer Kronen (knapp 130.000 Euro). Im Geheimen zog Valerenga zusätzlich eine Option über etwas mehr als vier Millionen Kronen, was rund 510.000 Euro entspricht, für das Talent Herman Stengel.

Davon wussten aber weder der mittlerweile 16-Jährige noch dessen Eltern etwas. Die Vereine beteuerten, dass beide Fälle nichts miteinander zu tun haben. Die Staatsanwaltschaft vermutet allerdings, dass die Vereinbarungen getroffen wurden, um den AS Nancy zu schädigen.

Der französische Erstligist hatte Gunnarsson im Dezember 2008 verpflichtet. Bei seinem Verkauf an Stabaek 2009 ließ Nancy sich eine Beteiligung bei einem Wiederverkauf Gunnarssons festschreiben.

Bei einer Ablösesumme von einer Millionen Kronen hätte Nancy nur rund 60.000 Euro erhalten. Mittlerweile hat sich Stabaek mit den Franzosen auf eine Zahlung von 250.000 Euro geeinigt.

Der norwegische Fußball-Verband NFF hat die Beteiligten bereits zur Rechenschaft gezogen. Stabaek und Valerenga müssen eine Strafe von 500.000 beziehungsweise 300.000 Kronen entrichten. Außerdem dürfen Oslos Sportdirektor Olsen und Haakonsen, sein Pendant in Stabaek, 18 beziehungsweise zwölf Monate lang keine Verbandsposten bekleiden.

Stabaeck-Vorsitzender Erik Loe, der sich Aussichten auf den Verbandsvorsitz gemacht hatte, darf ebenfalls 18 Monate lang nicht im NFF mitwirken.

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