Der englische Nationaltrainer Fabio Capello ist nach der Absetzung von Kapitän John Terry im Rassismus-Skandal auf Konfrontationskurs zu seinem Verband gegangen.

"Ich bin mit der Entscheidung nicht einverstanden. Ich denke, Terry sollte die Kapitänsbinde behalten", sagte Capello dem italienischen Fernsehen: "Ich habe mit dem Präsidenten gesprochen und ihm gesagt, dass Terry meiner Meinung nach nicht bestraft werden kann, bevor ein Zivilgericht darüber entschieden hat, dass er das auch getan hat, was ihm vorgeworfen wird."

Die Staatsanwaltschaft hat aufgrund von Videoaufnahmen bereits ein Verfahren gegen Terry eingeleitet. Die Hauptverhandlung soll aber erst am 9. Juli und damit nach der EM in Polen und der Ukraine stattfinden. Nach Capellos Forderung müsste Terry damit England als Kapitän zur Endrunde führen.

Genau um dies zu verhindern, hatte der englische Verband FA erklärt, "aufgrund der hohen moralischen Verpflichtung des Amtes" werde der Innenverteidiger des FC Chelsea als Kapitän abgesetzt, bis die Vorwürfe gegen ihn entkräftet seien.

Der 31-Jährige soll seinen dunkelhäutigen Gegenspieler Anton Ferdinand von den Queens Park Rangers während eines Spiels in der Premier League am 23. Oktober 2011 rassistisch beleidigt haben.

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