Der schottische Rekordmeister Glasgow Rangers steht vor dem finanziellen Zusammenbruch. Nach der Erklärung eines Gerichts in Edingburgh hat der Klub die nötigen Papiere für eine Insolvenzverwaltung bereits eingereicht.

Sollten die Rangers ihren derzeit laufenden Rechtsstreit mit dem britischen Fiskus verlieren, hätten sie vor Beginn eines Insolvenzverfahrens einen Schuldenberg in Höhe von 49 Millionen Pfund (58,5 Millionen Euro) angehäuft.

Erst vor kurzem kündigte Klubbesitzer Craig Whyte an, dass der Verein vor der schwierigsten Zeit seiner langen Geschichte stehe. Zuvor hatten die Rangers bereits aus finanziellen Zwängen ihren Topstürmer Nikica Jelavic zum FC Everton verkauft.

"Es ist extrem enttäuschend, den Verein in dieser Situation zu sehen", sagte Whyte: "Aber diese Entscheidungen müssen gemacht werden, um auf lange Sicht das Überleben und die Sicherheit des Verein auf und neben dem Platz zu gewährleisten."

Für die schottische Premier League wäre ein Ausscheiden des Traditionsvereins kaum vorstellbar. Seit Jahren beherrschen die Rangers und der Stadtrivale Celtic Glasgow das Geschehen in der Liga. Im Jahre 1985 wurde mit dem FC Aberdeen letztmalig ein anderer Verein schottischer Meister.

Mitleid sollten die Rangers aber trotzdem nicht erwarten, schon gar nicht von Tabellenführer Celtic: "Wir haben eine Strategie, die unabhängig von den Rangers oder irgendeinem anderen Klub in Schottland ist", sagte Celtic-Geschäftsführer Peter Lawwell.

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