Der japanische Fußball fürchtet eine Unterwanderung durch die kriminelle Vereinigung Yakuza. Klubs, Spieler und Schiedsrichter der Profiliga J-League haben in einer gemeinsamen Erklärung gelobt, jegliche Kontakte zur japanischen Mafia zu vermeiden.

Grund sei die weltweit steigende Zahl an Spielmanipulationen im Sport.

"Die J-League ist bereits Ziel von Online-Wetten in Übersee", sagte Liga-Präsident Kazumi Ohigashi in Tokio. Bislang habe es in der Liga noch keine größeren Vorfälle gegeben.

Polizeiliche Ermittlungen hatten in den vergangenen Jahren jedoch kriminelle Aktivitäten in Sportarten wie Sumo-Ringen und Baseball aufgedeckt.

Sportwetten sind im japanischen Fußball ausschließlich in Form einer organisierten Lotterie erlaubt, die seit 2001 besteht. Die Sorgen wurden auch durch Entwicklungen im Nachbarland Südkorea geschürt.

Dort hatten groß angelegte Spielmanipulationen in den vergangenen Jahren den Fußball erschüttert und zu Festnahmen und Selbstmorden unter den Sportlern geführt.

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