Der frühere WM-Schiedsrichter Jun Lu muss wegen seiner Beteiligung am Wett- und Manipulationsskandal im chinesischen Fußball ins Gefängnis.

Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, der Referee müsse fünf Jahre und sechs Monate absitzen, weil er umgerechnet 98.000 Euro Bestechungsgeld angenommen habe.

Lu hatte schon Begegnungen bei den Olympischen Spielen 2000 in Sydney geleitet und steig 2002 in Japan und Südkorea zum ersten chinesischen Schiedsrichter eines WM-Endrundenspiels auf.

Er leitete die Gruppenspiele Kroatien gegen Mexiko (0:1) und Polen gegen USA (3:1). Wenig später geriet er in seiner Heimat in Verdacht. Zwischenzeitlich hatte ihm wegen seiner Verfehlungen sogar die Todesstrafe gedroht.

Neben Lu wurden drei weitere Schiedrichter schuldig gesprochen. Sie müssen ebenfalls für bis zu sieben Jahre ins Gefängnis.

Der Manipulationsskandal hatte zudem hochrangige Funktionäre des chinesischen Fußballverbandes (CFA) zu Fall gebracht, deren Urteile am Samstag verkündet werden sollen.

Der Skandal "Goldene Pfeife" und eine erfolglose chinesische Nationalmannschaft hatten für ein nachlassendes Interesse am Fußball in China gesorgt.

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