Im Rahmen des Wett- und Manipulationsskandals im chinesischen Fußball sind vier weitere langjährige Haftstrafen gegen ehemalige Verbandsfunktionäre und Vereinspräsidenten ausgesprochen worden.

Yimin Yang, der als stellvertretender Chef des chinesischen Fußballverbands (CFA) eines der höchsten Ämter bekleidete, muss zehn Jahre und sechs Monate im Gefängnis absitzen. Insgesamt soll Yang in 40 verschiedenen Fällen umgerechnet über 150.000 Euro Bestechungsgeld angenommen haben.

"Die Strafe gegen Yang ist nicht überzogen. Er hat sich als Offizieller des Verbands bestechen lassen. Dafür hätte ihm im schlimmsten Falle die Todesstrafe gedroht", sagte sein Anwalt nach der Urteilsverkündung.

Der frühere Vorsitzende der Schiedsrichtervereinigung, Jianqiang Zhang, wurde sogar zu zwölf Jahren Haft verurteilt. Er soll von zahlreichen Vereinen der Chinesischen Super League (CSL) bestochen worden sein und unter anderem im Jahr 2003 durch seine bewussten Fehlentscheidungen den Ligatitel für Schanghai Shenhua ermöglicht haben.

Zudem wurden gegen die beiden ehemaligen Präsidenten von Liaoning Guangyuan und Shanhai Shenhua ebenfalls Haftstrafen von sieben sowie acht Jahren ausgesprochen. Insgesamt stehen in China derzeit 39 Personen als Verdächtige im Manipulationsskandal vor Gericht. Weitere Urteile sollen in den nächsten Wochen folgen.

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