Knapp einen Monat nach dem Rücktritt von Mehmet Ali Aydinlar hat der türkische Fußballverband TFF am Montag Yildirim Demiroren zum neuen Präsidenten gewählt.

Demiroren, ebenfalls Vorsitzender beim Erstligisten Besiktas Istanbul, soll schnellstmöglich den Manipulationsskandal im türkischen Fußball aufarbeiten.

"Wir werden den Dialog mit der UEFA suchen und Wege suchen, um aus dieser schwierigen Situation zu kommen", sagte Demiroren in seiner Rede vor der Wahl in Ankara, bei der 221 von 229 Delegierte für ihn stimmten.

Vor zwei Wochen hatte der Prozess um den Manipulationsskandal mit knapp 100 angeklagten Profis und Managern begonnen. Die Staatsanwälte des Istanbuler Gerichts fordern unter anderem 147 Jahre Haft für Präsident Aziz Yildirim von Fenerbahce Istanbul.

Am 27. Januar war die Führung des TFF um Präsident Mehmet Ali Aydinlar zurückgetreten.

Vorausgegangen waren Auseinandersetzungen bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung der TFF. Dort hatte der Verband unter anderem den Zwangsabstieg für Vereine bekräftigt, die Spiele manipuliert haben.

In der vergangenen Saison sollen 19 Begegnungen der ersten und zweiten türkischen Liga manipuliert worden sein. Fenerbahce war daraufhin vom nationalen Verband TFF aus der Champions League ausgeschlossen worden.

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