Wenige Wochen vor dem Start der EURO 2012 in Polen und der Ukraine (8. Juni bis 1. Juli) befürchtet der polnische Verband PZPN am kommenden Samstag Krawalle in der EM-Stadt Warschau.
Denn obwohl für das Spiel zwischen Tabellenführer Legia Warschau und Lech Posen aus Sicherheitsgründen keine Gästefans zugelassen sind, haben rund 1500 Anhänger aus Posen Tickets erworben und ihren Besuch angekündigt.
Am Dienstag hatte die Stadt Warschau auf Anraten der Polizei erklärt, dass für das Match keine Anhänger aus Posen zugelassen sind.
Dies empörte Posens Vereinspräsidenten Karol Klimczak, der "kein Verständnis" für den Ausschluss der Fans zeigte, da seine Mannschaft dadurch benachteiligt sei.
Das Verhältnis der beiden Fan-Gruppen aus Warschau und Posen ist allerdings seit längerem angespannt. 2011 war das Pokalfinale zwischen Legia Warschau und Lech Posen (5:4) von schweren Ausschreitungen überschattet worden.
Nach dem Schlusspfiff hatten Hooligans das Spielfeld gestürmt und dort gewütet. Sie konnten von der Polizei erst durch den Einsatz von Wasserwerfern gestoppt werden.
Anschließend waren bereits Stadionverbote verhängt worden, was zu Protesten bei den Ultras geführt hatte.
Nach dem neuerlichen Stadionverbot für die Posener Anhänger planen einige radikale Fan-Gruppierungen, darunter auch rechtsextreme, offenbar einen Protestmarsch in der polnische Hauptstadt gegen die Regierung.
Am 1. November vergangenen Jahres, dem Tag der Unabhängigkeit, hatten bereits Fußball-Hooligans und Rechtsextreme in Warschau für chaotische Verhältnisse gesorgt.
