Der 18-malige türkische Meister Fenerbahce Istanbul hat im Streit um den Champions-League-Ausschluss wegen Verstrickung in den Manipulationsskandal seine Klage gegen die Europäische Fußball-Union UEFA und den nationalen Verband TFF vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS zurückgezogen.
Das gab der Klub am Donnerstag bekannt, ohne weitere Details zu nennen. Der Wert der Aktie des Vereins stieg nach der Ankündigung um mehr als fünf Prozent.
Nach dem Ausschluss aus der Champions League hatte der türkische Meister im September Klage vor dem CAS eingereicht und eine Entschädigung von 45 Millionen Euro gefordert. Außerdem stellte der Verein einen Eilantrag auf Wiederaufnahme in die Königsklasse, der jedoch abgewiesen wurde.
Der TFF hatte Fenerbahce wegen der Verstrickung in den Manipulationsskandal auf Druck der UEFA für die Champions-League-Spielzeit 2011/2012 gesperrt. 19 Begegnungen der ersten und zweiten Liga sollen in der vergangenen Spielzeit manipuliert worden sein. Seit Februar läuft in Istanbul der Prozess mit insgesamt 93 angeklagten Profis und Managern. Für Präsident Aziz Yildirim von Fenerbahce Istanbul haben die Staatsanwälte 147 Jahre Haft gefordert.
