Guter Tag für den türkischen Fußball: Die Erstligisten Fenerbahce Istanbul und Bursaspor dürfen in der kommenden Saison am internationalen Wettbewerb teilnehmen.
Der 18-malige Meister Istanbul wird trotz anhaltenden Manipulationsverdachts als Zweitplatzierter der vergangenen Saison an der Champions-League-Qualifikation teilnehmen. "Die Kontroll- und Disziplinarkommission der UEFA hat entschieden, unseren Verein teilnehmen zu lassen", teilte der Rekordmeister am Freitag auf seiner Internetseite mit.
Zuvor hatte bereits der Internationale Sportgerichtshof CAS die Sperre der Europäischen Fußball-Union für Bursaspor aufgehoben. Die verhängte Geldstrafe von 250.000 Euro bleibt allerdings bestehen.
Die UEFA hatte den Klub von der Teilnahme an der kommenden Europa League ausgeschlossen, weil der Klub gegen finanzielle Auflage im Lizenzierungsverfahren verstoßen hatte.
Seit Februar läuft in Istanbul der Prozess mit 93 angeklagten Profis und Managern. Für Fenerbahce-Präsident Aziz Yildirim haben die Staatsanwälte beispielsweise 147 Jahre Haft gefordert.
Nach Razzien der türkischen Polizei vor knapp einem Jahr hatten 23 Spieler und Offizielle, darunter Yildirim, in Untersuchungshaft gesessen. In der vergangenen Saison sollen 19 Begegnungen der ersten und zweiten türkischen Liga manipuliert worden sein. Fenerbahce war daraufhin vom nationalen Verband TFF für die Champions League gesperrt worden.
