Wegen der Schmiergeldaffäre beim Fußball-Weltverband FIFA bröckelt in Brasilien das Denkmal des einstigen FIFA-Bosses Joao Havelange immer mehr.

Kritiker des inzwischen 96-Jährigen haben am Samstag in sozialen Netzwerken eine Kampagne zur Umbenennung des nach Havelange benannten Olympiastadions in Rio de Janeiro in Gang gebracht und schlagen den früheren Fußball-Nationaltrainer Joao Saldanha als neuen Namenspatron der Arena vor.

Das 2007 für die Panamerikanischen Spiele eröffnete Stadion, das 2016 bei den Olympischen Spielen in Rio Schauplatz der Leichtathletik-Wettbewerbe sein soll, war Havelange in Anerkennung seiner Verdienste um den Sport weltweit und auch in seiner Heimat gewidmet worden.

Die offizielle Bestätigung von Schmiergeldern des früheren FIFA-Vermarktungspartners ISL für Havelange jedoch hat im Gastgeberland der Fußball-WM 2014 zu einem rapiden Ansehensverlust des greisen Ex-Funktionärs geführt.

Das "Estadio Olimpico Joao Havelange" dient derzeit wegen der WM-Umbauarbeiten im berühmten Maracana-Stadion auch den Spitzen-Fußballklubs aus Rio als Heimspielstätte.

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