Nach dem gewaltsamen Tod des niederländischen Linienrichters Richard Nieuwenhuizen hat KNVB-Schiedsrichter Jeroen Schouten der Zeitung "De Telegraaf" von einem Vorfall berichtet, in den die Mannschaft Nieuw-Slotens bereits vor einigen Wochen involviert gewesen war.

Demnach habe er das Spiel gegen Sporting Almere abbrechen müssen, weil unter den Spielern eine Massenschlägerei ausgebrochen war.

"Die Spieler schlugen sich gegenseitig blutig, die Polizei hat die Schlägerei dann beendet. Ich bin zu meinem Auto gerannt und weggefahren, aus Angst, dass sie ihre Wut auch an mir auslassen", sagte Schouten: "Meine Frau wollte, dass ich sofort aufhöre."

Zudem wurde bekannt, dass am vergangenen Sonntag neben Nieuwenhuizen auch Niels van Steen von den gastgebenden Buitenboys Opfer schwerer Prügelattacken wurde. Der Torwart war dem Linienrichter zur Hilfe geeilt.

Nieuwenhuizen starb am Montagnachmittag im Krankenhaus. Die Polizei nahm bislang drei Tatverdächtige fest, am Donnerstag entscheidet ein Richter über die weitere Untersuchungshaft.

Nach dem Vorfall haben etwa 100 ehrenamtliche Schieds- und Linienrichter des niederländischen Fußballverbands KNVB mit sofortiger Wirkung ihre Tätigkeit im Amateur- und Jugendbereich beendet.

Der niederländische Fußballverband KNVB reagierte derweil auf die scharfe Kritik einiger Amateurklubs, Vergehen zuletzt nicht hart genug bestraft zu haben. "Wir nehmen diese Kritik sehr ernst", sagte das für den Amateurfußball zuständige KNVB-Präsidiumsmitglied Bernard Fransen.

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