Der frühere FIFA-Präsidentschaftskandidat Mohamed Bin Hammam hat mit sofortiger Wirkung alle seine Ämter im Fußball niedergelegt.

Der 63-Jährige, Mitglied des FIFA-Exekutivkomitees und Präsident der asiatischen Konföderation AFC, zieht damit nach eigenen Angaben die Konsequenzen aus den jüngsten Untersuchungen der Ethikkommission des Weltverbandes.

Diese hatte die Ermittlungen gegen Bin Hammam zuletzt abgeschlossen und ihn abermals provisorisch gesperrt. Nun beschloss das Gremium ungeachtet der Ankündigung Bin Hammams, den Katari lebenslang für jegliche Tätigkeit im Fußball zu sperren. Bin Hammam habe mehrfach gegen FIFA-Ethikreglements verstoßen, hieß es im Schlussbericht von Michael J. Garcia, dem Vorsitzenden der Untersuchungskammer der FIFA-Ethikkommission.

Bin Hammams durch die FIFA ausgesprochene weltweite Sperre war im Juli überraschend vom Internationalen Sportgerichtshof CAS aus "Mangel an Beweisen" aufgehoben worden. "Für mich ist diese Entscheidung der höchsten unabhängigen Sportgerichtsbarkeit Beweis genug. Ich will nicht noch mehr Zeit dafür verwenden, mich gegen erfundene Anschuldigungen zu wehren und mich ab sofort auf meine Familie und meine Geschäfte konzentrieren", sagte Bin Hammam.

Bin Hammam soll zusammen mit dem zurückgetretenen Jack Warner (Trinidad/Tobago) bei einem Treffen der karibischen Fußball-Union CFU im Mai 2011 Stimmen für seine FIFA-Präsidentschaftskandidatur gekauft haben. Den Vorwurf hatte Bin Hammam stets abgestritten.

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