Paolo Guerrero sieht sich in Deutschland in einem falschen Licht dargestellt. "Ehrlich, wenn ich was gemacht habe, war die Aufregung immer größer als normal", beschwert sich der Peruaner in der "Sport Bild": "Ich war immer nett zu den Menschen, ich habe keinem etwas getan. Dennoch war ich immer der Bad Boy."

Mit einem Flaschenwurf gegen eine Fan und einem rüden Foul gegen Stuttgarts-Keeper Sven Ulreich - beides im Trikot des Hamburger SV - hatte Guerrero für Skandale gesorgt.

"Bevor ich die Flasche geworfen habe, nannte mich ein Fan 'Hurensohn'. Das konnte ich nicht akzeptieren. Vielleicht kann das ein Deutscher, aber nicht ich als Südamerikaner", erklärte Guerrero: "Mein Foul gege Ulreich war natürlich grob, keine Frage. Aber es ist auch sehr hart bestraft worden."

Guerrero fühlt sich ungerecht behandelt: "Warum ist alles gut, was van der Vaart macht - und alles schlecht, was Guerrero tut? Wegen meiner Tattoos? Klar bin ich temperamentvoll, aber das gehört doch zum Fußball! Wäre ich betrunken Auto gefahren oder hätte Polizisten beleidigt, hätte ich das schlechte Image verdient. Aber so?"

Eine Rückkehr in die Bundesliga spielt für Guerrero keine Rolle: "Noch mal zurück? Glaube ich nicht. Ich habe zehn Jahre hier gespielt und die Bundesliga abgehakt."

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