Der italienische Viertligist Pro Patria muss nach den rassistischen Vorfällen im Testspiel gegen den AC Mailand ein Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit austragen.

Das legte ein Sportrichter der Lega Pro, die Vereinigung der italienischen Dritt- und Viertligisten, fest. Laut Richter Pasquale Marino war der Vorfall besonders gravierend, da es sich um ein Freundschaftsspiel handelte.

Der Richter hob hervor, dass im Laufe dieser Saison Pro Patria wegen ähnlicher Vorfälle bereits zur Zahlung einer Geldstrafe von 5000 Euro verurteilt worden war. Diese Strafe hätte jedoch keine Wirkung erzielt.

Vor und während des Testspiels gegen Mailand hatten Fans von Pro Patria den früheren Bundesliga-Profi Kevin Prince Boateng und weitere dunkelhäutige Milan-Spieler mit Affen-Lauten beleidigt.

Daraufhin unterbrach Boateng in der 26. Minute das Spiel, schoss den Ball in Richtung der Zuschauer und verließ den Platz. Seine Teamkollegen folgten ihm, das Spiel wurde abgebrochen.

Sechs Fans von Pro Patria wurden bereits zu einem fünfjährigen Stadionverbot verurteilt.

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