Der elfmalige griechische Meister AEK Athen steht unmittelbar vor dem ersten Abstieg in seiner 89-jährigen Vereinsgeschichte. Nach dem Spielabbruch wegen eines Platzsturms durch Hooligans gegen Panthrakikos Komotini am Sonntag wertete die Spruchkammer der Super League die Begegnung mit 0:3, zudem werden AEK drei Punkte in der laufenden sowie zwei weitere in der kommenden Saison abgezogen.

Bei nur noch einem ausstehenden Spiel beträgt der Rückstand der Schwarz-Gelben auf das rettende Ufer nun fünf Punkte. Sollte AEK mit seinem Einspruch gegen die Strafe keinen Erfolg haben, wäre der Sturz in die 2. Liga besiegelt. Allerdings halten sich Gerüchte, dass die Liga von 18 auf 20 Klubs aufgestockt wird, um AEK in der Liga zu halten.

Das Urteil ist der Tiefpunkt einer Chaos-Saison beim Traditionsverein, der wegen des Schuldenstandes von 170 Millionen Euro nur noch mit einer verstärkten Nachwuchself antreten kann.

Kurz vor dem Platzsturm war der deutsche Trainer Ewald Lienen gefeuert und durch den Europameister-Helden Traianos Dellas ersetzt worden.

Mitte März hatte AEK-Mittelfeldspieler Giorgos Katidis mit seinem Hitler-Gruß für eine handfesten Skandal gesorgt. Er war vom griechischen Verband EPO daraufhin lebenslang für die Auswahlmannschaften des Landes gesperrt worden.

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