Begleitet von Demonstrationen hat in der marokkanischen Hafenstadt Casablanca der Prozess gegen 157 mutmaßliche Rowdys begonnen.

Zwölf Tage nach den schweren Krawallen vor dem Erstliga-Spiel zwischen Raja Casablanca und FAR Rabat (1:1) machten sich mehrere Hundert Personen, darunter Verwandte und Freunde der Angeklagten, für eine Freilassung stark. Das Gerichtsgebäude war komplett gefüllt.

Am 11. April waren in Casablancas Innenstadt Geschäfte, Autos, Busse und Straßenbahnen zerstört worden. Insgesamt müssen sich sogar 206 Personen vor Gericht verantworten, die von mehr als 100 Anwälten vertreten werden. Nach einem Plädoyer der Verteidiger wurde am Dienstag die zweite Verhandlung auf den 7. Mai angesetzt.

Zunehmende Gewalt vor und in Stadien macht Marokkos Fußball bereits seit mehreren Jahren zu schaffen.

Nach Angaben des Verbandes FRMF war es alleine in der Saison 2010/2011 in den ersten beiden Ligen zu mehr als 30 Vorfällen gekommen. Das marokkanische Innenministerium hatte die Vorfälle in Casablanca als "Akte des Vandalismus und Zerstörung von öffentlichem und privatem Eigentum" verurteilt.

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