Der ISL-Schmiergeldskandal beim Weltverband FIFA ist für die Ethikkommission der FIFA abgeschlossen.

Das erklärte der Münchner Hans-Joachim Eckert als Vorsitzender der rechtsprechenden Kammer in der Kommission in seinem am Dienstag veröffentlichten Bericht nach Prüfung des Untersuchungsberichtes von FIFA-Ermittler Michael J. Garcia.

Eckert kommt in seinem Bericht zu dem Schluss, dass nach dem bisher nicht bekannt gewesenen Rücktritt des Brasilianers Joao Havelange als Ehrenpräsident der FIFA und der Demission des Paraguayers Nicolas Leoz als Mitglied der Exekutive keine weiteren Maßnahmen erforderlich oder weitere Verfahren gegen Fußball-Offizielle angezeigt seien.

"Ich bin überzeugt, dass die FIFA dank des Governance-Reformprozesses, den ich selbst angeregt habe, nun über angemessene Mechanismen und Instrumente verfügt, um einen solchen Vorfall, der dem Ansehen unserer Institution so sehr geschadet hat, in Zukunft zu verhindern", erklärte FIFA-Präsident Joseph S. Blatter.

Die ISL-Affäre hatte 2011 den Druck auf den Weltverband zur Durchführung von Reformen erheblich erhöht. Im Zuge des Skandals wurden Schmiergeldzahlungen des früheren FIFA-Vermarktungspartners in Millionenhöhe an frühere Spitzenfunktionäre wie den ehemaligen FIFA-Boss Havelange gerichtlich festgeellt. Der amtierende FIFA-Präsident Joseph S. Blatter musste Kenntnisse über die Vorgänge einräumen, hat sich nach Eckerts Einschätzung allerdings weder strafrechtlich noch ethisch falsch verhalten.

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