Der langjährige Freiburger Bundesliga-Coach Volker Finke ist einem Engagement als Nationaltrainer in Kamerun nicht abgeneigt. "Es gab Kontakt, und ich bin nicht uninteressiert", sagte Finke: "Kamerun hat eine gute Position für die Qualifikation zur WM und gutes Potenzial."

Kameruns Verband hat nach eigenen Informationen 86 Bewerbungen erhalten, darunter von Lothar Matthäus und fünf weiteren Deutschen. Nach Auswertung dieser Bewerbungen erstellte das Sport-Ministerium eine Shortlist mit drei Namen, die von Finke angeführt wird.

Neben ihm stehen darauf in Antoine Kombouare, bis Dezember 2011 Trainer von Paris St. Germain, und dem ehemaligen französischen Nationalcoach Raymond Domenech allerdings zwei Franzosen.

Trainer aus dem Land des früheren Welt- und Europameisters stehen im französisch-sprachigen Afrika gewohnt hoch im Kurs, zuletzt war im Senegal der Franzose Alain Giresse Finke vorgezogen worden. Dabei hatte der 65-Jährige auch dort auf Platz eins der Shortlist angeführt.

Allerdings sind beim Verband in Luis Fernandez, Claude Le Roy, Roger Lemerre oder Guy Lacombe auch schon prominente französische Trainer durchs Sieb gefallen.

Wann eine Entscheidung über die Nachfolge von Jean-Paul Akono fällt, ist noch offen.

Finke war zuletzt Sportdirektor beim 1. FC Köln, wo der Vertrag am 10. März 2012 im beiderseitigen Einvernehmen aufgelöst wurde.