Robbie Rogers kehrt rund drei Monate nach seinem öffentlichen Bekenntnis zur Homosexualität in den Profifußball zurück.

Der 26-Jährige unterschrieb am Samstag einen Vertrag bei Los Angeles Galaxy aus der nordamerikanischen Profiliga MLS und ist damit der erste aktive MLS-Profi, der offen zu seiner Homosexualität steht.

"25 Jahre lang hatte ich Angst, mein Geheimnis mit jemandem zu teilen", sagte Rogers während seiner Vorstellung beim Ex-Klub von David Beckham: "Aber ich habe es getan. Ich habe so lange geschwiegen, weil ich dachte, ich könne nicht beides sein: Ein Fußballer und ein homosexueller Athlet. Aber jetzt bin ich hier und alles ist vollkommen normal."

Der 18-malige amerikanische Nationalspieler hatte seine sexuelle Ausrichtung Mitte Februar auf seiner Homepage öffentlich gemacht und zugleich seinen Rücktritt erklärt. Doch bereits Ende März stellte Rogers ein Comeback in Aussicht.

"Ich glaube, es ist gut diese Botschaft mit allen Athleten, allen Menschen auf der Welt zu teilen", sagte Rogers: "Sie müssen sehen, dass ich so bin, wie ihr Sohn, dass ich ein Spieler bin, der seinen Sport liebt."

Sofortige Unterstützung bekam Rogers nach der gut 90-minütigen Pressekonferenz von seinen neuen Teamkollegen.

"Egal, wer, wie oder was du bist - wir sind alle gleich. Wir gehen alle auf die gleiche Art auf die Toilette, wir machen alle Dinge auf gleiche Art und Weise", sagte Galaxy-Kapitän Robbie Keane: "Es gibt keinen Unterschied - um Gottes willen. Wir haben 2013."

Bis Januar stand Rogers beim mittlerweile zweitklassigen englischen Ex-Meister Leeds United unter Vertrag, war zuletzt aber an den Drittligist FC Stevenage ausgeliehen.

2008 hatte Rogers mit Columbus Crew die US-Meisterschaft gewonnen.

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