Der ehemalige spanische Meister Deportivo La Coruna steht vor dem Zwangsabstieg in die dritte Liga.

Die Galizier, die in der vergangenen Saison in die zweite Liga abgestiegen waren, plagen Schulden in Höhe von 156 Millionen Euro, allein das Finanzamt fordert 96 Millionen Euro.

Ein Angebot des Klubs, die Schulden auf Raten in den kommenden 20 Jahren zurückzuzahlen, lehnte die Behörde ab. Die meisten Spieler haben den Klub wegen ausbleibender Gehaltszahlungen bei der Spielergewerkschaft AFE angezeigt. Sollten die Zahlungen bis zum 31. Juli nicht erfolgt sein, muss der Verein zwangsabsteigen.

Der Präsident des Klubs, Augusto Cesar Lendoiro, hatte im Mai mit Manipulationsvorwürfen in Spanien für Aufsehen gesorgt.

"Fast alle Spiele am Saisonende sind auf die eine oder andere Art verschoben", hatte Lendoiro gesagt und beteuert, "Depor" habe sich nichts zuschulden kommen lassen.

Seinen bislang einzigen Meistertitel und den größten Erfolg der Klubgeschichte hatte La Coruna im Jahr 2000 gefeiert. 2002 war der Klub noch mal Pokalsieger geworden. Nach der Saison 2004/05 verließ Erfolgscoach Javier Irureta den Verein, danach begann der stetige Abstieg.